400.000€ für unser Matchachin Guayusa Developpp Projekt

Developpp Guayusa

Buenas Nuevas! ☺ Super News! 

Matchachin Developpp Projekt

Über viele Jahre haben wir hart daran gearbeitet – und endlich haben wir das Go bekommen! Wir legen weitere 50 Guayusa Chakra (Waldgärten) mitten Amazonas Regenwald an – in Kooperation mit den Quichua (Kichwa) Indigenen!

Gefördert mit 200.000€ durch die DEG (Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH) und einer Investition von weiteren 200.000€ durch das Start-Up Matchachin, werden wir dieses extrem wichtige Developpp Projekt nun erfolgreich umsetzen!

In Kooperation, als Public-Private Partnership, investieren wir entsprechend, über einen Zeitraum von 3 Jahren, eine Gesamtsumme von 400.000€!

Mit diesen Fördergeldern supporten wir unsere lokalen Partner in Ecuador, die indigenen Gemeinden der Kichwa (Quichua). Dies in Kooperation mit dem grünen Unternehmen aus Ecuador: Tryskelwork.

Tryskelwork verfügt vor Ort über einen Guayusa – Verarbeitungsvertrieb und arbeitet Hand in Hand mit den indigenen Familien und Gemeinden.
Das Start-Up Matchachin bezieht seit Gründung Guayusa, über Tryskelwork, von den indigenen Kleinbauern.

Und genau diese indigenen Familien, Gemeinden und Kleinbauern, bekommen nun die volle Unterstützung aus diesem nachhaltigen Guayusa developpp Projekt.

Guayusa ist eine sehr besondere, mystische und für verschiedene Indigene Stämme eine heilige Pflanze, die im Amazonas Regenwald von Ecuador wächst. Die Pflanze wird durch die Einheimischen als eine natürliche Energie-Quelle verwendet, die außerdem sehr spannende Effekte auf unsere Traumwelt erzeugt, was ihr auf hier vertiefen könnt, wenn ihr neugierig und Matchachin genug seid…

Zudem hat Wayusa (Guayusa) hat eine komplexe und interessante chemische Zusammensetzung: die Triade L-Theanin, Theobromin und Koffein!

Guayusa Trockung

L-Theanin hat die Eigenschaft, Stress abzubauen und die Stimmungslage positiv zu beeinflussen, da es den Cortisol- Dopamin und Serotonin Spiegel im Körper ausgleicht. Guayusa spendet so Energie und Wachheit über das allmählich in den Blutkreislauf befreite Koffein. Last but not least, spendet das Alkaloid Theobromin Entspannung für unsere Muskulatur, verbessert unsere Herzfunktionen und erweitert unsere Gefäße. Im Trio erhalten wir also eine machtvolle Kombination aus stimmungsaufhellende, wachmachende – plus entspannende Wirkung auf unserem Körper, neben den positiven Einflüssen auf die uns nicht-so-bewussten Körperfunktionen!

WOW – oder?

So nun aber wieder zurück zum developpp Guayusa Projekt!

50 Matchachin Chakras

Unser Matchachin Guayusa Projekt hat das Ziel, weitere indigene Gemeinden, Familien und Kleinbauern zu eigenständigen Bio-zertifizierten Lieferanten auszubilden. Dies durch das Anlegen von 50 weiteren Chakras (Waldgärten), wo wir Guayusa [Ilex guayusa] und andere wertvolle Rohstoffe, auf eine nachhaltige und umweltschonende Art und Weise, anbauen werden.

Mit nachhaltig und umweltschonend ist nicht bloß gemeint, dass das Guayusa unter der Bio-Zertifizierung angebaut wird (ökologisch und ohne Chemie), sondern vor allem, dass das Modell des Anbaus auf eine traditionelle Art der lokalen indigenen Landwirtschaft, die bereits vor der spanischen Kolonisierung Lateinamerikas, von den Indigenen Bewohnern des Amazonas- und Hochlandgebiets (Sierra) benutzt wurde, beruht.

Dieses Modell nennt sich in der Sprache der Kichwa (hispanisiert Quichua): “Chakra“.

Amazonas Region Cotundo

Chakras sind kleinere Einheiten von Land (maximal ein Hektar), worauf man unterschiedliche Pflanzen anbaut. So beinhalten Chakras Heilkräuter und Nutzpflanzen, die zur autonomen Ernährung dienen. Dieses System hat den autochthonen Gesellschaften des Regenwaldes, bis zu einem bestimmten Grad erlaubt, Ernährungssouveränität zu bewahren, inmitten sozioökonomischer Ungleichheit und Armut. (Soberania Alimentaria)

Bei den Chakras von Matchachin handelt es sich zudem um eine Art von Waldgarten, da sich unser Projekt mit der Kichwa Bevölkerung, ja mitten im Amazonas Regenwald von Ecuador befinden. Quasi eine Art von Lichtung, mitten im Wald, wo ein himmlischer Garten aus dem Paradies von Mutter Natur, durch uns Menschen angelegt wurde.

Durch das Chakra System wird das gesamte Ökosystem geschont und die Böden werden nicht ausgelaugt, wie es bei modernen und leider meist verwendeten Monokultur Modellen der Mainstream- Landwirtschaft der Fall ist. Denn im Chakra Modell, wird in einer Art von Permakultur gearbeitet. Alles ist miteinander verbunden. Wir sprechen quasi von einer ökologischen Kreislauf-Landwirtschaft, die auf auf traditionellem Wissen der einheimischen Bevölkerung basiert. Entsprechend werden in den Chakras wirklich wertvolle Superfoods erzeugt und dies stets im Einklang mit der Natur!

Als weiterer positiver Faktor gilt hervorzuheben, dass unser Matchachin developpp Projekt dazu beitragen wird, dass ca. fünfzig (bei Erfolg sogar mehr!) Familien, ein konstantes und sicheres Einkommen erhalten werden und nach dem Projekt weiter generieren werden können.

So lösen wir mehrere massive Probleme in einem!

Denn durch das Einkommen vermindern wir ein ernstes Problem: Armut. Und erhöhen gleichzeitig dabei die Bildung, denn ohne Armut können Kinder die Schule besuchen!

Weiter geht es damit, dass wir den Regenwald schützen!

Denn die Haupteinnahme Quelle der Indigenen ist bis dato leider der Verkauf von Holz. Entsprechend wird der Regenwald zerstört. Mit den Einnahmen aus dem Chakra, können die Kichwa auf das Holz verkaufen verzichten.

Somit leisten wir noch einen wichtigen Anteil am Klimaschutz! Und gleichen somit auch unser CO2 Konto aus. Entsprechend können wir Guayusa und andere Rohstoffe aus einem anderen Kontinent importieren ohne dabei eine negative Bilanz zu erzeugen!

Im Gegenteil! Zum Projekt gehört nämlich auch das Aufforsten von bereits zerstörten Regenwald Flächen!

Aufforstung Regenwald

Es geht noch weiter: die Einkommenserhöhung kann beispielsweise den Gemeinden dabei helfen, eine Internetverbindung zu reparieren oder gar erst eine zu bekommen! Letzteres ist in den ländlichen Gebieten Ecuadors keine Selbstverständlichkeit, und doch ist dies gerade bei der aktuellen Corona-Krise so unumgänglich! Vor allem für die Kinder des Gebietes, so das sie weiterhin zur Schule “gehen“ können!

Ablauf des Matchachin Guayusa developpp Projektes

Als erster Schritt des Projekts, wird das Team in Ecuador, das übrigens 100% Einsatz vor Ort haben wird, den verschiedenen indigenen Gemeinden in der Region, in gemeinsamen Workshops unser Projekt vorstellen.

Workshop mit Indigenen

Diejenigen Familien die sich angesprochen fühlen, werden dann freiwillig einen oder einen halben Hektar (z.B. in Kombination mit einem halben Hektar des Nachbars) ihres Landes, für die Durchführung des Projekts zur Verfügung stellen, welches sie dann auch selber „bewirtschaften“ werden. So entstehen die erwähnten 50 Hektar Waldgärten (Chakras).

Nach der gemeinsamen Auswahl der ausgewählten Familien, werden wir  3 bis 5 weitere Pflanzen, die auf den Chakras neben der Guayusa angebaut werden sollen, bestimmen. Hierfür wird zuerst eine Baumschule angelegt.

In der Baumschule werden wir die Samen dieser ausgewählten Pflanzen keimen lassen. Eine Baumschule dient zur Zucht und Vermehrung von Samen und Stecklingen, um diese dann anschließend in die Chakras zu überführen. Vorerst werden die verschiedene Kombinationen der Pflanzen aber auf einer Pilot-Parzelle geprüft; um zu sehen wie sich die Kombinationen verhalten und wie viel Resilienz letztere gegenüber Fressfeinden, Unkraut und Krankheiten haben um diese dann ggf. mit anderen Pflanzen zu ersetzen.

Baumschule

Auf den Chakras wird also nicht nur alleine Guayusa gepflanzt, sondern weitere 3 bis 5 weitere Pflanzen, um durch Produktdiversifizierung, das Risiko zu reduzieren, der entstehen kann, wenn die Guayusa Nachfrage sinkt.

Diese weiteren 3-5 pflanzlichen Rohstoffe wird das Team in Ecuador, zusammen mit den Indigenen Gemeinden des Gebietes, in Workshops, auswählen. Es handelt sich hier um medizinische Heilpflanzen und um Nutzpflanzen zur Ernährung.

Dazu werden die Indigenen Gemeinden ihr Ahnenwissen rund um die Pflanzenwelt heranziehen können. Diese Komponente des Projekts hat so auch zur Folge, dass verlorenes Wissen rund um verschwundene Pflanzen – da es oft keinen Markt mehr für diese Pflanzen gibt – wiedererlangt wird. Den Gemeinden kann dieser Aspekt beim Erhalt ihrer kulturellen und gesundheitlichen Identität und Weltvorstellung, die ständig durch den Einfluss der Globalisierung geschwächt wird, entgegenkommen. Der Zugang zu lokalen medizinischen Pflanzen wird erhöht und dadurch kann das Immunsystem der gesamten Bevölkerung von Cotundo erheblich verbessert werden. Durch den Einsatz von Nutzpflanzen kann auch die Situation der Ernährung verbessert werden. So dass die Bewohner Cotundos sich wieder mehr autark versorgen werden können.

Im Gegensatz zu allen Anderen Guayusa Start-Ups, die ebenfalls in Ecuador Guayusa beziehen und so das Produkt der Kleinhändler monopolisieren, ist es wichtig zu betonen, dass Matchachin es hier ganz anders machen wird!

Viele anderen Start-Ups haben mit verschiedenen Gemeinden Cotundos Verträge unterschrieben, in denen sich letztere verpflichtet haben sollen, ihre Pflanzen und Produkte ausschließlich diesen Firmen zu verkaufen. Oft ist laut den einheimischen Bewohnern jedoch dazu gekommen, dass keine Nachfrage bei den Firmen bestand, und folgend hat die Firma die Bauernfamilien im Stich gelassen: entweder haben sie das bereits geerntete Produkt nicht gekauft, noch haben sie es zugelassen, dass die Familien es anderen Abnehmern verkaufen. So gingen die Verluste auf Kosten der Familien und nicht der Firmen!

Matchachin will ganz anders – und zwar ethisch vorgehen !

Die Gemeinden werden das volle Recht behalten, zu jeglichem Zeitpunkt, die Produkte, die sie auf ihren Chakras an Matchachin bzw. an die Tausendkraut GmbH verkaufen, auch an einen anderen Händler zu verkaufen. Sie werden nicht an uns gebunden sein. Trotzdem verpflichtet wir uns, stets ihr stabiler und treuer Kunde zu sein.

Fairtrade – aber richtig!

Das Projekt wird in vier Arbeitspaketen aufgeteilt, wobei im Zentrum jeder dieser Pakete vor allem die Erhaltung und Kontrolle der Besten, organischen Qualität stehen soll!

Der Fokus bei Tausendkraut und dem Start-Up Matchachin liegt immer darauf, dass die Pflanzen und die Produkte tatsächlich die wertvollen Inhaltsstoffe beinhalten, die sie sollen, und nicht das große Mengen produziert werden können. Qualität statt Quantität!

Die Schulungen werden verschiedene Themenbereiche erfassen, wie folgt:

Arbeitspaket – Organische Schulung

Zum einen wird es eine tiefgehende Schulung in den Prinzipien der Agro-dynamischen Forstwirtschaft für die Kleinbauern vor Ort stattfinden. Agro-dynamische Forstwirtschaft bezeichnet Systeme und Technologien, die eine flexible Kombination von endemischer Flora (primärer oder sekundärer Wald) und Ackerbau zulassen, um die Erde in einer nachhaltigen Form optimal zu nutzen. Die Implementierung dieser Systeme kann sehr hilfreich sein, wenn es darum geht, die sozial-wirtschaftlichen und biologischen Zwecke, die sie erfüllen sollen, zu verbessern. Insofern sind Chakras eine Art Agrodynamischer Forstwirtschaft.

Chakra oder Waldgarten

In den Chakras des Projekts, möchte man vor allem einen Mischwald erhalten – das heißt sowohl die endemischen Arten schützen als auch ein kontrolliertes und nachhaltiges Ackerbau durchführen. In anderen Worten: kein einziger Baum soll gefällt werden, um Fläche für Ackerbau freizuhalten.

Im Gegenteil, es sollen brache Flächen wieder aufgeforstet werden!

Arbeitspaket – Organische Zertifizierung (BIO Siegel)

Dabei werden wir uns auf den Prozessen und Richtlinien basieren, die für die Erhaltung des BIO Siegels (der EU & der USA ) – in den Bereichen Anbau, Ernte und Nachernte – erforderlich sind. Dazu ist es nötig, diese einzelnen Schritte zu dokumentieren und ein System interner Kontrolle herauszuarbeiten. Ein Internes Kontrollsystem soll ein praktischer, aber rigoroser Leitfaden sein, der den Bauernfamilien erlaubt, zu abgestimmten Daten und Zeit- Intervallen bestimmte Aktivitäten beim Prozess des Ackerbaus durchzuführen, wie beispielsweise der Anbau, die Abästung, die Ernte, die Trocknung (Verarbeitung), usw.

Das langfristige Ziel den man mit diesem System erstrebt, ist das die Guayusa Produktion in den Parzellen der Familien innerhalb eines Jahres, nach Projektstart, je ihr ein eigenes  Bio-Siegel erhalten können.

Dieses Zertifikat wird es den Gemeinden und Familien zulassen, dass die Produkte, die sie auf ihrer eigenen Chakra anbauen, unabhängig und selbständig als Bio-zertifizierte Rohstoffe vermarkten können.

Darin unterscheidet sich Tausenkraut/Matchachin übrigens auch von der Konkurrenz. In den meisten Fällen gehört das organische Zertifikat den Firmen, und nicht den Kleinbauern!

Arbeitspaket – Produktentwicklung

Gemeinsam mit den indigenen Gemeinden werden wir Workshops durchführen, um Listen aller potenziell interessanten Pflanzen zusammenzustellen, die wir auf den Chakras implementieren könnten.

Diese Pflanzen können beispielsweise Yuca (Maniok), Zitronengras, Drachenblut (Sangre de Drago)Chanca piedra, Chugruyuyo etc. sein, die entweder von den Menschen sehr gängig und beliebt sind oder im Gegenteil welche, deren Nutzung durch moderne Pharmaka (und moderne Erkrankungen) abgenommen oder ganz verschwunden sind.

Dabei wird es sehr interessant sein, dass die Familien ihr Ahnenwissen rund um die Pflanzen und ihre medizinischen Eigenschaften und dessen Pflege heranziehen werden.

Uraltes Wissen der Indigenen

Auf diese Art und Weise stellen wir horizontale Beziehungen mit den Indigenen Gemeinden her. Der Wissenstransfer geschieht in beiden Richtungen und verlorenes Wissen kann wieder gewonnen und neu bewertet werden.

Anschließend werden die ausgewählten Pflanzen weiter auf bestimmte Kriterien zur finalen Auswahl der Pflanzen geprüft. Diese werden vor allem das Nutzen, die Laborprüfungen und die Marktreife der aus den Pflanzen gewonnenen Produkte sein.

Mindestens eines dieser Produkte wird für den lokalen Konsum vor Ort sein, dieses kann der Ernährung und/oder medizinischen Zwecken dienen. Jede Familie kann das dann für sich entscheiden.

Nachdem wir mit den Gemeinden die finalen Pflanzen ausgewählt haben und auf die weiteren Kriterien geprüft haben, werden diese dann in der Baumschule zum keimen gebracht und dann in den Pilot Parzellen getestet.

Wir werden unterschiedliche Kombinationen von Pflanzen kreieren und sehen, wie sich die Pflanzen in dieser Konstellation verhalten und wie vulnerabel oder eben resistent sie gegen Klima, Ungeziefer und Krankheiten sind. Als letzter Schritt dieses Arbeitspakets wird dann die Implementierung der getesteten Pilot Parzellen auf den Chakras der Bauernfamilien sein, und dann… dann geht’s erst richtig los! ☺

Die finalen Ziele des Projekts 

Neben dem Erschaffen von nachhaltigen Einkommen für die Indigenen und dem gleichzeitigen Schutz des Regenwaldes, durch den Stop des Holzverkaufes ist eines der prinzipiellen Ziele des Projekts, der Transfer des Wissens und Technologie rund um das Projekt.

Das bedeutet, dass die gesamte Infrastruktur des Projekts in den Händen der Bauernfamilien verbleiben wird. Wenn wir es gemeinsam mit ihnen schaffen, die BIO Zertifizierung zu erhalten, werden sie diese bis zum Schluss des Projekts, im Jahr 2024, behalten und können das Projekt in ihrer eigenen Verantwortung und Selbstständigkeit dann weiterführen.

Natürlich werden wir sie aber nach Ende des Projektes nicht im Stich lassen! Aus Erfahrung wissen wir, dass der Erfolg auch stark davon abhängt, dass wir für Indigenen Teilnehmer weiterhin zur Verfügung stehen. Als Kunde, wie auch als Berater. Denn es wird Familien geben, die nach den 3 Jahren selbstständig ihr Business betreiben werden können, aber auch Familien, die diesen Schritt nicht selbst – und ständig schaffen werden. Wir werden für sie da sein!

Das zweite wichtige Ziel, wird die Wiedergewinnung von verlorenem Wissen rund um die Pflanzen sein, die durch Abwesenheit von stabilen Konsummärkten und den Einfluss der urbanen Konsum- Kultur nicht mehr angebaut werden.

Dieser Aspekt der Arbeit soll auch einen Beitrag leisten, um ihre eigenen Prozesse der kulturellen Identitäts-Stärkung zu unterstützen, sowie ihre eigenen Definitionen von Gesundheit und Medizin unter neuem und Licht zu betrachten.

Zuletzt ist es Ziel des Projekt , dass sich die allgemeine Lebensqualität der Einheimischen stark verbessert!

Frauen der indigenen Sacha Waysa Gemeinde

Dazu gehört die Gesundheit der Menschen, durch das Anbau Immunsystem-fördernder Pflanzen zu fördern, die Einkommensmöglichkeiten im signifikanten Maße zu erhöhen und die Ernährung durch Anbau von satt machenden Superfoods zu verbessern!
Sei nicht müde – Sei Matchachin und verändere die Welt zum Guten!

Erfahre noch mehr über die Vorteile und Wirkung des Guayusa-Tees!

Matchachin Guayusatee in kompostierbarer Verpackung

Nachhaltiger Energy – Tee

Unseren Bio-Guayusa-Tee, in kompostierbarer Bioplastik-Verpackung, findest Du in unserem Onlineshop.

Zum Energytee!

3 Jahre Matchachin, 3 Jahre erfolgreiches Start-Up mit 💚!

Blogbeitrag Start Up mit Herz

Zum 3. Geburtstag der Brand Matchachin lässt Gründer Joshua die vergangenen Jahre mit uns Revue passieren ..

Die Gründer von Matchachin
Joshua & Pablo

Was genau war der Auslöser für dich, dein eigenes Business zu starten?

Bevor ich Matchachin ins Leben gerufen habe, war ich bereits Geschäftsführer der Tausendkraut GmbH – eine BIO Manufaktur mit eigenem Online-Shop, für BIO Kräuter, Tees, Superfoods und Nahrungsergänzungsmittel. Zu Matchachin und der Guayusa-Idee kam ich durch Pablo – einem ehemaligen Mitarbeiter der deutschen Entwicklungshilfe in Ecuador. Er suchte einen Partner und fand mich über einen gemeinsamen Bekannten. So kam es, dass er mich in Deutschland besuchte. Im Gepäck hatte er einige Proben seines Guayusa-Energytees. Er stellte mir sein Quichua-Indigenen-Hilfsprojekt vor und erzählte mir die unglaubliche Geschichte zu Guayusa. Dann ließ er mich den Tee probieren… ich war mehr als begeistert! Mir wurde sofort klar, ich muss nach Ecuador! Kurz darauf flog ich also zu Pablo und lernte sein Projekt selbst hautnah kennen. Was ich dort erleben durfte, zündete die Idee für ein Start-up.

Was hatte es mit der Idee auf sich?

In der Vergangenheit habe ich neue tolle Naturprodukte stets über die Tausendkraut GmbH vermarktet, aber Guayusa war so Besonders, diese Hammer Story wiederzugeben und um diesen unglaublich guten Tee gerecht werden zu können, da musste ich andere Wege gehen. Es musste unbedingt ein eigener Guayusa Rahmen her! Denn die stolzen Menschen des Quichua Stammes, die ich mitten im Amazonas kennenlernen durfte und Ihr Nachtwächter, so nennen sie den Guayusatee, das alles hatte mich so schwer beeindruckt, dass werde ich mein leben lang nicht vergessen! Diese stolzen Menschen, die ihr heiliges Getränk, als Geschenk an uns weitergeben, diese Freude, das Lachen, der Stolz und die unglaubliche Herzlichkeit und Gastfreundschaft… ich kann es kaum in Worten fassen. Aber dazu leider auch die Gegenseite, furchtbare Armut, schlechte medizinische Versorgung, kaum Bildung, massive Umweltzerstörungen ihrer Heimat, des Regenwaldes, spürbare Folgen des Klimawandels, als auch die unfaire Behandlung – durch den Staat – der wohl Öl Konzerne lieber hat, als die Indigenen… Diese Kontraste haben mich auf die Idee gebracht, dieses Start-Up muss was ganz Besonderes werden. Es muss mehr zurück gegeben werden, als nur ein fairer Einkaufspreis. Das Ergebnis kennt ihr ja! Und wie ich finde, es ist sehr gelungen! Und wartet mal ab, noch sind wir in der Start-Up Phase…

Was steckt hinter dem Namen der Brand und in welchem Zusammenhang steht das Logo zu den Quichua-Indigenen?

Während meines Aufenthalts in Ecuador erzählte eine Quichua-Indigene mir, dass machachyn => „Matschatschin“ im Wortlaut, einen Zustand beschreibe, wenn man zu viel Guayusa getrunken hat. In diesem spirituellen Zustand von Matchachin, sei man in einer anderen Welt – voller Kraft, Fokus und Kontakt zu den Spirits des Amazonas. Wir fanden, das passte einfach wie die „Faust aufs Auge“, wie man so schön sagt. Die Idee des Logos entstand ebenfalls im Gespräch. Die Quichua-Indigenen führten uns in den Dschungel und zeigten uns „den Schamanen Stein“. Als wir den „Schamanenstein“ sahen und uns die Bedeutung der Petroglyphe, so nennt man diese ur-alten Felszeichnungen, erklärt wurde, war eindeutig klar – „das wird unser Matchachin-Logo“! Denn der Schamane, der auf dem Stein abgebildet war, der war gerade „Matchachin“!

Gründer Joshua vor den Petroglyphen im Dschungel des Amazonas

Von der Idee bis zur zum heutigen Tag, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen?

Ganz zu Anfang war es schwierig für Pablo und sein Team die besten Guayusa Stecklinge, mit dem höchsten Koffeingehalt zu finden, um diese dann mit den Indigenen vermehren und anbauen zu können. Auf der Suche nach diesen besuchte Pablo viele Indigenen-Gemeinden und mit Hilfe der Universität von Quito, sowie entsprechenden Untersuchungen, konnten dann die besten Pflanzen auserwählt werden. Für den Anbau wurde das alte Wissen der Indigenen übernommen, was sich als sehr erfolgreich herausstellte. Die größte Herausforderung kam erst danach, hier bei uns in Deutschland, mit der Verkehrsfähigkeit. Guayusa ist ein komplett neuartiges Lebensmittel in Europa. Hier greift die EU-Verordnung genannt „Novel-Food“, die für neuartige Lebensmittel eine Zulassung verlangt. Diese zu bekommen, war die größte Hürde für uns. Der Energytee war gerade mal wenige Wochen im Handel, als das Verkaufsverbot seitens der Behörden aufgrund der Novel-Food-Verordnung für Matchachin ausgesprochen wurde. Mit Hilfe spezialisierter Anwälte und Gutachter konnte dann aber schlussendlich eine Verkehrsfähigkeit erstritten werden und Guayusa durfte nach langer Zeit wieder in den Handel. Aber wie so oft bei einem Start-Up, die Herausforderungen hören nie auf! Entsprechend haben wir uns hier das Motto intern ausgesucht: „Herausforderungen machen Spaß! Trink erst mal einen Guayusa Energytee und dann zeig was in Dir steckt!“ Entsprechend konnten weitere Herausforderungen wie das Hilfsprojekt, die kompostierbaren Verpackung und vieles mehr, erfolgreich absolviert werden! Im Moment hat Matchachin die evtl. größte Herausforderung vor sich… Guayusa noch bekannter zu machen.

Matchachin trägt seit einiger Zeit das EU-Bio-Siegel, wie kam es dazu?

Bio zertifizierte Guayusa aus Ecuador
EU-Bio-Siegel

Damit Matchachin offiziell Bio-Guayusa vertreiben durfte, mussten alle unsere Lieferanten (Quichua Gemeinden und Familien) zuerst eine Gruppenzertifizierung abschließen. In speziellen Inspektionen musste hier dann nachgewiesen werden, dass sowohl die Erzeuger als auch wir die Händler ökologisch wirtschaften und in der Lage sind, Biowaren strikt von konventionellen Rohstoffen zu trennen. Die Anforderungen sind sehr hoch! Wir bereiteten uns vor und Anfang Juli 2018 reichten wir dann den Antrag auf die Bio-Zertifizierung ein. Nach dem Ausfüllen unzähliger Formulare, in denen wir genaue Angaben von der Guayusa-Pflanzung bis zur Verpackung machen mussten, erfolgten viele Inspektion. Nach dem letzten Besuch des Inspekteurs war es endlich soweit, wir hatten stets immer alles zur vollsten Zufriedenheit erledigt, entsprechend erhielten wir nun offiziell die Bescheinigung , dass die Matchachin-Produkte als „bio“ deklariert werden dürfen. Das war dann Mitte 2019!

Nachdem Matchachin mit dem losen Tee eingestiegen ist, kamen schnell neue Produkte hinzu. Können wir in nächster Zeit mit weiteren Projekten rechnen?

Ja – Unbedingt! Wir arbeiten schon seit einiger Zeit intensiv an einen „ready to drink“ Energytee Getränk. Hierbei haben wir allerdings sehr hohe Vorgaben, welche das Ganze nicht so leicht machen. Bislang waren wir mit 2 bekannten Getränkeherstellern im Gespräch, welche leider bereits „raus geflogen“ sind. Der eine konnte keinen Energytee frisch aufbrühen und brauchte ein Extrakt, hatte aber die Beste Verpackung. Nachdem wir extra das wasserlösliche Guayusa-Extrakt haben herstellen lassen, haben wir aber bemerkt, egal wie man auch an der Rezeptur damit werkelt, Wirkung und Geschmack konnten mit einem selbst aufgebrühten Energytee nicht mithalten. Der zweite große bekannte Hersteller, hatte zwar ein tolles Getränk mit uns entwickelt, konnte unsere Wünsche an die Verpackung nicht erfüllen. Denn wie ihr wisst, ist der Nachhaltigkeitsaspekt überaus wichtig für uns! Im Moment sind wir in Kooperation mit einer Firma im schönen Österreich, welche bis dato für alle Probleme eine Lösung anbieten konnte. Es schaut entsprechend sehr gut aus!

Worauf bist Du besonders stolz?

Auf unsere Verpackung! Hier sind wir echte Pioneere! Es gibt nur sehr wenige Firmen die hier schon so weit sind wie wir und eine kompostierbare BIO Plastik Verpackung eingeführt haben. Daran haben wir auch über 2 Jahre mit dem Hersteller in Holland getüftelt. Das Resultat – der Hammer. Und ja klar, auch auf unser Hilfsprojekt, was immer besser anläuft. So kann ich mit Stolz erzählen, dass wir bereits in Gesprächen mit ein paar Quichua Gemeinden / Familien sind, um sie als Guayusa-Lieferanten auszubilden. Für welche Gemeinde bzw. Familien Clan wir uns entscheiden, steht noch nicht fest, da die Indigenen erst unsere Vorgaben erfüllen müssen. Und diese fangen z.B. mit Wiederaufforstung des Regenwaldes an, welcher ihn ihrer Umgebung schon abgeholzt wurde. Wir sind selbst sehr gespannt, wer hier das Rennen machen wird!

Was wünschst du dir für Matchachin in den nächsten Jahren?

(Lacht) Das was sich alle Start-ups wünschen! Den „heiligen Gral“- eine Listung im LEH. Das ist jetzt Fachjargon.. eine Listung im LEH heißt auf „Deutsch“ übersetzt: Unsere Produkte – im Regal von Supermärkten wie EDEKA, REWE oder Kaufland, als auch in Drogerien wie DM, Rossman und ganz klar auch in allen Regalen der BIO-Läden. Auch hier sind wir guter Dinge und freuen uns Euch mitteilen zu dürfen, dass wir z.B. bereits mit EDEKA daran arbeiten. Ihr könnt uns dabei helfen, indem ihr Euch in Eurem EDEKA Markt wünscht, dass Ihr Euren Matchachin Guayusa-Tee dort kaufen könnt. EDEKA wird ihn dann sehr gerne für Euch bei uns bestellen, die Auflagen hierfür haben wir nämlich bereits erfüllt.

Vielen Dank Joshua für diesen besonderen Einblick hinter die Kulissen. Auf viele weitere erfolgreiche Jahre und
🎊 HAPPY BIRTHDAY Matchachin!🎊

Nachhaltiger Energy – Tee

Unseren Bio-Guayusa-Tee, in kompostierbarer Bioplastik-Verpackung, findet ihr in unserem Onlineshop:

Hier geht es zu unserem Energytee!

Guayusa-Bio-Tee: Matchachin ist offiziell bio-zertifiziert!

Vorschaubild Guayusa Energy Tee

Es ist geschafft: Matchachin darf sich endlich offiziell „bio“ nennen, denn unsere Produkte tragen nun das EU-Bio-Siegel! Genaue Einblicke, was das für unseren Guayusa-Tee bedeutet, wie der Prozess zustande gekommen ist und warum es uns ein großes Anliegen war, uns „bio“ nennen zu dürfen, möchten wir Euch in diesem Blogbeitrag geben.

Das Guayusa Hilfsprojekt von Matchachin

Ganz von vorn: Was ist das EU-Bio-Siegel?

Wer seinen Produkten in der Europäischen Union die Titel „bio“, „öko“ oder „aus ökologischem Anbau“ geben möchte, braucht seit dem 1. Juli 2010 das EU-Bio-Siegel. Erkennbar ist dieses Siegel an einem hellgrünen Hintergrund mit einem weißen Blatt, geformt aus zwölf Sternen.
Das Siegel wird von der Europäischen Union für Lebensmittel wie Fleischprodukte, Käse, Milch, Getreideprodukte, Gewürze, Salat, Eier oder Obst vergeben und folgt relativ strengen Kriterien. Mindestens 95% der folgenden Anforderungen müssen erfüllt werden, um sich mit dem Bio-Titel schmücken zu dürfen:

✓ Es wird auf chemische Pflanzenschutz- und Düngemittel verzichtet.

✓ Tiere werden artgerecht gehalten (inklusive der Einhaltung der höchstzulässigen Anzahl von Tieren pro Hektar)

✓ Gentechnik darf nicht zum Einsatz kommen

✓ Tiere dürfen nur mit biologischen Futtermitteln versorgt werden. Antibiotika darf nur zum medizinischen Einsatz genutzt werden

✓ Verarbeitete Lebensmittel dürfen maximal 49 Zusatzstoffe (statt der 316 in konventionellen Produkten) enthalten

Für den Bio Guayusa-Tee bedeutet das also, dass keine chemischen Pflanzenschutz- oder Düngemittel sowie Herbizide zum Einsatz kommen dürfen. Eines möchten wir Euch verraten: auf derartige chemische Mittel haben wir von Anfang an verzichtet!

Mehr noch: als Teil einer Bauerngruppe in Ecuador waren unsere Hersteller bereits seit langer Zeit bio-zertifiziert. Da aber nur das belieferte Unternehmen, also wir als Matchachin in Deutschland, die Zertifizierung nutzen kann, mussten noch einmal bürokratische Schritte eingeleitet werden, um Matchachin offiziell „bio“ zu machen.

Da unser Guayusa-Tee aus Ecuador kommt, dürfen wir das europäische, das ecuadorianische und das US-Bio-Siegel verwenden.

bio zertifizierung siegel guayusa

 

Was musste für die Bio-Zertifizierung umgesetzt werden?

Damit Matchachin offiziell Bio-Guayusa vertreiben darf, mussten unsere Lieferanten in Ecuador zuerst die alte Gruppenzertifizierung mit anderen Bauern aufgeben. Als individuelle Einheit beantragten sie eine neue.

Generell müssen sich Hersteller von Öko-Produkten bei zugelassenen Kontrollstellen anmelden. In einer anschließenden Inspektion muss dann nachgewiesen werden, dass sowohl die Erzeuger als auch die Händler ökologisch wirtschaften und in der Lage sind, Biowaren strikt von konventionellen Rohstoffen zu trennen. Auch bei uns war das der Fall: Anfang Juli 2018 reichten wir den Antrag auf Bio-Zertifizierung ein. Nach dem Ausfüllen unzähliger Formulare, in denen wir genaue Angaben von der Guayusa-Pflanzung bis zur Verpackung machen mussten, erfolgte die Inspektion Mitte August.

 

guayusa matchachin bio quichua indianer

 

Der Inspekteur begutachtete unsere Guayusa-Plantagen in Ecuador und untersuchte die Verarbeitung des Guayusa-Tees im Detail. Dabei mussten beispielsweise auch alle Dünger angeben werden, die wir verwenden, um sicher zu stellen, dass diese für die Bio-Zertifizierung zulässig sind. Da wir auf derartige Vorgehensweisen von Beginn an Wert gelegt hatten, konnten wir hier klar punkten. Nach dem Besuch des Inspekteurs waren alle nötigen Dokumente ausgefüllt und wir konnten an eine Beratungsagentur herantreten, die auf Ökozertifizierungen spezialisiert ist. Diese Agentur leitete alle Materialien an die Zertifizierungsstelle weiter. Dann hieß es warten.

 

guayusa-tee bio ernte matchachin

 

Wir haben nun offiziell die Bescheinigung erhalten, dass die Matchachin-Produkte als „bio“ deklariert werden dürfen. Durch die bereits existierende Vorzertifizierung dauerte der gesamte Prozess nur wenige Monate.

Welche Pflichten gehen damit einher und was haben unsere Kunden davon?

Die Bio-Zertifizierung war uns eine Herzensangelegenheit, denn sie passt zu unserer Unternehmensphilosophie, die wir ganzheitlich umsetzen möchten. Matchachin hat sich als Ziel gesetzt, nachhaltige Produkte anzubieten, die unsere Kunden bedenkenlos konsumieren können und ihnen genau so viel Freude bereiten, wie uns.

bio zertifizierung test kontrollen überprüfung guayusa

Durch das EU-Bio-Siegel garantieren wir unseren Kunden, dass an keiner Stelle der Produktionskette bedenkliche Mittel eingesetzt werden. Das Siegel zeigt jedem auf den ersten Blick, wofür Matchachin steht und bietet eine verlässliche Orientierung beim Einkauf. Die Bio-Zertifizierung muss jedes Jahr neu vergeben werden. Dazu wird es jährlich ein bis zwei unangemeldete Besuche der Kontrolleure bei unseren Herstellern in Ecuador geben. Wir können schon jetzt das Versprechen geben, unsere Guayusa-Produkte auch zukünftig Bio-Qualität zu gewährleisten!

Nachhaltiger Tee

Nicht nur die Bio-Zertifizierung ist ein Indikator für die Nachhaltigkeit eines Produkts. Wir erklären dir in diesem Blogbeitrag, wie du erkennen kannst, ob dein Tee nachhaltig ist :

Zum Beitrag